Der Rentenrechner für die private Altersvorsorge
Im Internet gibt es auf zahlreichen Portalen und in zahlreichen Zeitschriften sogenannte Rentenrechner. Diese dienen alle dazu, sich einen relativ schnellen Überblick darüber zu verschaffen, mit welcher monatlichen Rentenzahlung ein Rentner wann rechnen kann.
Solche Rentenrechner finden sich auf den Webseiten der Deutschen Rentenversicherung (DRV), des Handelsblatts, des Focus, von finanztip.de sowie zahlreicher Finanzinstitute.
Mit diesen Rechnern lässt sich anhand der Beitragsjahre und des Gehalts die monatliche Rentenzahlung ermitteln oder auch aufzeigen, auf welchen Rentenbetrag man bei einer Frühverrentung verzichten müsste. In fast jedem Fall wird man feststellen, dass eine Rentenlücke vorliegt. Die Rentenlücke beschreibt die Differenz zwischen dem letzten bezogenen Nettogehalt und der Rentenzahlung. Immer häufiger beträgt diese Rentenlücke 50 Prozent und mehr.
Viel interessanter ist es jedoch, mithilfe des Genève Invest-Rentenrechners zu ermitteln, wie eine private Altersvorsorge diese Rentenlücke schließen kann. Und vor allem zu erkennen, welchen entscheidenden Einfluss es hat, möglichst früh mit der Altersvorsorge zu beginnen und das Kapital möglichst lange für sich arbeiten zu lassen.
Nehmen wir im ersten Berechnungsbeispiel des Genève-Invest-Rentenrechners an, dass ein heute 40-jähriger Arbeitnehmer beschließt, ab sofort monatlich 500 Euro in die private Altersvorsorge zu investieren. Und zwar soll dies im Rahmen eines Aktiensparplans geschehen. Es ist durchaus realistisch anzunehmen, dass dieser Aktiensparplan nach Abzug der Kosten eine Wertentwicklung von 7 % pro Jahr erzielt (der MSCI World hat in den letzten 20 Jahren deutlich mehr als 10 % pro Jahr erzielt).
Die Rentenlücke bezeichnet die Differenz zwischen dem letzten bezogenen Nettogehalt und der Rentenzahlung. Immer häufiger beträgt diese Rentenlücke 50 Prozent oder mehr.
Der 40-jährige Arbeitnehmer investiert also über einen Zeitraum von 27 Jahren jeweils 6.000 Euro pro Jahr. Die Gesamtinvestition beläuft sich somit auf 168.000 Euro. Und nach 27 Jahren mit einer Wertentwicklung von 7 % und dem zugrunde liegenden Zinseszinseffekt ergibt sich im Alter von 67 Jahren ein beeindruckender Betrag von 533.511 Euro! Und wenn der Rentner im Rentenalter anschließend nur den Wertzuwachs des Kapitals verbraucht, stehen ihm jährlich 37.345 Euro oder monatlich 3.112 Euro zur Verfügung, ohne das Kapital zu schmälern! Damit wäre die Rentenlücke mehr als geschlossen. Und das mit „nur“ 500 Euro privater Altersvorsorge im Monat.

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Nehmen wir nun ein zweites Beispiel aus dem Genève-Invest-Rentenrechner: Gleiche Bedingungen wie zuvor, nur ist der Arbeitnehmer jetzt 30 Jahre alt und hat somit 10 Jahre früher mit der privaten Altersvorsorge begonnen. Ihm bleiben also 37 Jahre, und er investiert eine Gesamtsumme von 228.000 Euro. Dann stehen ihm im Alter von 67 Jahren 1.141.303 EUR zur Verfügung! Das ist mehr als die doppelte Summe des 40-Jährigen bei gleicher Sparrate von 500 Euro im Monat. Dem heute 30-Jährigen stehen entsprechend im Alter von 67 Jahren jährlich 79.891 oder monatlich 6.658 EUR zur Verfügung. Damit lässt sich der Ruhestand wirklich gut aushalten.

Entscheidet sich der 30-Jährige später dafür, noch drei Jahre länger zu arbeiten und erst mit 70 in Rente zu gehen, beträgt sein Alterskapital bereits 1.419.507 Euro.
Würde der 30-Jährige seine Sparquote auf 250 Euro pro Monat halbieren, stünden ihm mit 67 immer noch 570.651 Euro Kapital zur Verfügung.
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FAZIT
Aus diesen Ergebnissen des Genève Invest-Rentenrechners lassen sich abschließend zwei äußerst wichtige Erkenntnisse ableiten:
- Man kann nicht früh genug damit anfangen, privat vorzusorgen. Der Zeitfaktor ist entscheidend.
- Wer konsequent an dieser Strategie festhält, gewinnt den Zinseszins als mächtigen, treuen Verbündeten an seine Seite.
Zum Schluss noch ein Zitat von Albert Einstein. Auf die Frage, was denn nun die stärkste Kraft des Universums sei, antwortete Einstein spontan: „Der Zinseszins!“